Mundtrockenheit: Was dahintersteckt und was hilft

Mundtrockenheit: Was dahintersteckt und was hilft

Das haben wir alle schon einmal erlebt: Nach dem Aufwachen fühlt sich der Mund trocken an, das Schlucken fällt schwer oder die Lippen spannen. Mundtrockenheit ist ein unangenehmes Thema und kann Patientinnen und Patienten verunsichern. Meist besteht jedoch kein Grund zur Sorge.

Mundtrockenheit entsteht, wenn die Speichelbildung vermindert ist. Speichel spielt eine zentrale Rolle für Ihre Mundgesundheit. Er reinigt Zähne und Schleimhäute, spült Speisereste weg und schützt vor Karies sowie Zahnfleischerkrankungen. Fehlt diese Schutzfunktion über längere Zeit, können Beschwerden entstehen.

Vielleicht haben Sie selbst schon typische Anzeichen bemerkt: ein brennendes oder klebriges Gefühl im Mund, trockene Lippen, Mundgeruch oder einen veränderten Geschmack. Auch Probleme beim Sprechen, Essen oder Schlucken kommen vor. Manche Betroffene berichten zudem von Appetitlosigkeit oder unruhigem Schlaf.

Oft liegen harmlose Ursachen zugrunde. Vielleicht haben Sie an einem stressigen Tag zu wenig getrunken, stark geschwitzt oder sind nervös. Auch Medikamente können die Speichelmenge verringern. Mit zunehmendem Alter lässt der Speichelfluss ebenfalls nach. In einigen Fällen spielen Erkrankungen wie Diabetes oder frühere Behandlungen im Kopf- und Halsbereich eine Rolle.

Was können Sie konkret tun?

  • Trinken Sie regelmäßig kleine Schlucke Wasser oder ungesüßte Getränke über den Tag verteilt.
  • Lutschen Sie zuckerfreie Bonbons oder kauen Sie zuckerfreien Kaugummi, um die Speichelbildung anzuregen.
  • Achten Sie auf eine gründliche Mundpflege und putzen Sie Ihre Zähne zweimal täglich.
  • Nehmen Sie zahnärztliche Vorsorgetermine regelmäßig wahr.
  • Meiden Sie Alkohol und das Rauchen, da beides die Mundtrockenheit verstärken kann.
  • Verzichten Sie möglichst auf stark gesüßte, sehr salzige oder scharfe Speisen, da sie die Mundschleimhaut zusätzlich reizen.

Wenn Sie merken, dass die Mundtrockenheit über längere Zeit anhält oder sich verstärkt, zögern Sie bitte nicht, uns anzusprechen. Gemeinsam klären wir die Ursache und unterstützen Sie dabei, Ihre Mundgesundheit langfristig zu erhalten.

Quelle: AOK, Bild: istock